Profil
Wege in die Arbeit –
diakonische und gesellschaftspolitische Verantwortung
Wir laden Sie ein, sich ein Bild von unserer Arbeit zu machen.
Wir möchten Ihnen aufzeigen, welche Leistungen kirchliche Unternehmen wie renatec für eine große Anzahl von Arbeitslosen, für die öffentliche Beschäftigungspolitik und für das soziale Netz erbringen.
Arbeitslosigkeit ist gegenwärtig das größte gesellschaftliche Problem, mit dem wir uns auseinanderzusetzen haben. Die Diakonie ist an dieser Stelle in der Verantwortung. Als kirchlicher Wohlfahrtsverband kann sie nicht das Problem des Arbeitsmarktes lösen, aber sie setzt sich für die betroffenen Menschen ein.
Bei allem „Fordern“ vermittelt doch in erster Linie das „Fördern“ den Betroffenen wieder eine Perspektive. Ziel dieses Förderns muß sein, dass Menschen durch eigenes Arbeitseinkommen unabhängig von staatlicher Hilfe auskömmlich leben können. Deshalb müssen die Förderangebote immer eine Brückenfunktion zum regulären Arbeitsmarkt behalten.
Aufbau und Struktur der renatec
renatec ist das Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen der Diakonie und der evangelischen Kirche in Düsseldorf. Sie besteht seit 1986 und ist mit ihrer jetzt 20jährigen Geschichte das älteste Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen für Erwachsene in Düsseldorf.
Als gemeinnützige GmbH ist renatec eine 100%ige Tochter der Diakonie in Düsseldorf. Mehr als 85 Fachkräfte als Anleitungs-, Begleitungs- und Lehrpersonal sorgen bei renatec für eine optimale Förderung von jährlich etwa 1300 TeilnehmerInnen.
Wirtschaftlicher Betrieb und integrierte Förderung
Unternehmen, die Beschäftigung und darüber hinaus Qualifizierung anbieten, obliegt eine besondere Funktion unter den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten. Durch die Kombination von realer Arbeit, beruflicher/ sozialer Qualifizierung sowie einem sozialpädagogischem Coaching lassen sich Arbeitslose stabilisieren und langfristig wieder in Arbeitsprozesse integrieren.
Beschäftigungsunternehmen besitzen eine Doppelstruktur. Sie sind einerseits Wirtschaftsbetriebe, die am Markt arbeiten und somit bereits einen Teil der realen Arbeitswelt darstellen. Andererseits aber sind sie auf die Förderung von TeilnehmerInnn ausgerichtet, die unter normalen Bedingungen nicht arbeiten könnten. Das bedeutet, dass hier Bedingungen geschaffen werden, die andere Betriebe nicht anbieten - wie sie aber für die Zielsetzung Integration unbedingt notwendig sind. Vom sensiblen Umgang mit dem Betroffenen bis zur individuellen Förderung durch angebotene Kurse, Anleitung und begleitende Maßnahmen im Coachingbereich.
renatec muss einen Teil seines Etats selbst erwirtschaften, ist aber für die zu leistende Integration auf öffentliche Förderungen angewiesen. Diese haben unterschiedlichste Quellen: die ARGE der Stadt Düsseldorf, das Land, die Agentur für Arbeit, Sozialversicherungsträger, die EU und nicht zuletzt die Kirche, Gründerin der renatec.
Praktische Arbeit ist ein wichtiger Schritt zur beruflichen Integration. renatec bietet verschiedene Berufsfelder an, in denen Fachkräfte zu realer Arbeit anleiten. Ziel ist das Erwerben beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten. Auch die wieder gewonnene Erfahrung, innerhalb eines betrieblichen Gefüges und seiner Bedingungen einer Arbeit nachzugehen, ist für die Mitarbeiter ein wichtiger Lernprozess.
Ein sozialpädagogisches Coaching wird bei allen Projekten angeboten, da häufig psychosoziale Probleme den TeilnehmerInnen den Einstieg in die Arbeit und das dauerhafte Bestehen erschweren. renatec bietet eine Unterstützung durch Einzelbegleitung bzw. Gruppenreflexionen. Auch in den Phasen der Stellensuche und der Bewerbung werden die TeilnehmerInnen kompetent und engagiert begleitet.
Selbstverständlich arbeiten die Fachkräfte des sozialpädagogischen Coachings nicht isoliert, sondern in enger Verknüpfung mit den Bereichen Arbeit und Qualifizierung. Nur durch einen integrierten Gesamtansatz lassen sich die unterschiedlichen persönlichen Entwicklungsprozesse der Teilnehmer und Mitarbeiter auf das Ziel der beruflichen Eingliederung hin verwirklichen.