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Presse

Rheinische Post 13.01.2010

Klimaschutz bringt Firmen Profit
von Michael Brockerhoff

Umweltbewusstsein gehört seit jeher zum Geschäftsprinzip des Unternehmens Druckstudio. Trotzdem ließen sich Geschäftsführer Werner Drechsler und das Leitungsteam auf das städtische Projekt Ökoprofit ein, mit dem die Verwaltung helfen will, Schwachstellen in Sachen Ökologie aufzudecken. Und man war verblüfft, „wie viele Einsparmöglichkeiten noch nicht genutzt worden waren“, so Drechsler. Unter dem Strich kann das Unternehmen, das aufwändige Magazine, Broschüren bis hin zu Edelverpackungen gestaltet und produziert, zusätzlich knapp 41.000 Euro jährlich einsparen.

Nicht reden, sondern handeln

Für diese Bemühungen wurde Druckstudio zusammen mit 10 weiteren Unternehmen für die erfolgreiche Teilnahme am Projekt Ökoprofit gestern Abend im Rathaus ausgezeichnet. „Die Stadt braucht ihr Engagement“, sagte OB Dirk Elbers bei der Ehrung. Und NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, dessen Haus Ökoprofit bezuschusst, lobte, „dass die Unternehmen nicht bloß vom Umweltschutz reden, sondern handeln“.

Das ist für Drechsler selbstverständlich. Damit ein Unternehmen konkurrenzfähig bleiben könne, müssten stets Kosten gesenkt werden. Sein Credo dabei: „Ökologisch ist auch Ökonomisch.“ Schon kleine Maßnahmen helfen, etwa der Einsatz von stromsparenden Leuchten. „Bei einer Lampe wirkt die Einsparung von ein paar Watt überflüssig, aber auf hunderte Lampen und auf die Brenndauer innerhalb eines Jahres kommen da schnell 1.000 Euro zusammen“, sagt Ingo Dahl, Mitglied des eigens gegründeten Umweltteams des Unternehmens. Deshalb wurde die Buchbinderei mit modernen Leuchten ausgerüstet. Druckstudio fand weitere Einsparmöglichkeiten: so bekommen die Druckmaschinen eine Filtration, durch die das Wasser nur noch dreimal statt bisher zwölfmal im Jahr erneuert werden muss. Und die Abwärme in den Hallen wird bald als Energie für die Fußbodenheizung genutzt, Öl als Heizstoff wird überflüssig.

Auf seinen Erfolgen will sich das Team nicht ausruhen. „Wir werden nach neuen Techniken Ausschau halten, uns mit anderen über Energiesparen austauschen“, kündigt Drechsler an. Denn letztlich gehe es darum, „dass alle das Umweltbewusstsein verinnerlichen, damit der Klimaschutz unterstützt wird.“

Die Mitarbeiter des Unternehmens sind auf dem besten Weg zu diesem Ziel. Drechsler: „Sie wenden die Erfahrungen, die sie im Betrieb machen, auch schon in ihren privaten Wohnungen an.“

Die Teilnehmer und ihre Erfolge

(bro) An dem Projekt Ökoprofit haben sich beteiligt: Delta Wasch, Druckstudio GmbH, Feuerwehr Düsseldorf, Judo-Sportschule, Leo-Statz-Berufskolleg, L’Oréal Deutschland, Mercure Hotel City-Center, Mercure Hotel City-Nord, Mercure Hotel Seestern, Renatec, Walter-Eucken-Berufskolleg und Max-Weber-Berufskolleg.

Die Bilanz des Projektes: Alle Teilnehmer sparen zusammen jährlich 150.000 Euro. Demgegenüber stehen Investitionen von 400.000 Euro. Sie werden sich innerhalb von knapp drei Jahren amortisiert haben. Es werden 1,3 Millionen Kilowattstunden Energie und 2.868 Kubikmeter Wasser eingespart und 14 Tonnen Abfall vermieden. 550 Tonnen Kohlendioxid werden pro Jahr weniger ausgestoßen.

Die Unternehmen tauschen künftig regelmäßig ihre Erfahrungen aus. Zudem bietet die Stadt eine neue Staffel von Ökoprofit an. Interessierte Unternehmen können sich bei Holger Stürmer vom Umweltamt, Telefon 8926850, melden.